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Achtsamkeit

Letting go of controlling the uncontrollable

Was ist Achtsamkeit?


Achtsamkeit kann als eine Haltung verstanden werden, bei der innere und äußere Gegebenheiten bewusst wahrgenommen werden, ohne diese zu bewerten. Die neutrale Beschreibung von Vorgängen im Hier und Jetzt erlaubt, den aktuellen Zustand zu akzeptieren und nicht verändern zu müssen.

Stellen Sie sich beispielsweise vor, dass Sie aktiv versuchen, sich möglichst schnell zu beruhigen, weniger flach zu atmen, Emotionen loszuwerden oder Gedanken wegzuschieben. Diese Versuche gehen meist mit einer gewissen Anstrengung einher oder können sich bei unangenehmen körperlichen, emotionalen oder gedanklichen Zuständen wie ein dagegen ankämpfen anfühlen. Dieser Kampf ist oftmals sogar noch mühsamer als der unangenehme Zustand an sich und die Gesamtbelastung kann dadurch noch weiter ansteigen.

Hier setzt die Achtsamkeit an, indem der Versuch, etwas verändern zu müssen, losgelassen wird. Stattdessen wird der jetzige Moment bewusst beobachtet, neutral beschrieben, benannt, zugelassen und somit akzeptiert.

Dies hat im psychologischen Kontext den Vorteil, dass sich das Nervensystem beruhigen kann, dass ein gewisser Abstand zu unangenehmen Gedanken erreicht werden kann oder dass Emotionen leichter auszuhalten sind. In der Therapie lernen Sie unterschiedliche Achtsamkeitstechniken kennen, Sie erfahren, wann diese eingesetzt werden können und in welchen Situationen es sogar hilfreicher sein kann, denn Fokus nicht nach innen, sondern achtsam nach außen auf die Umgebung zu lenken. Unterstützend können bei Interesse auch bestimmte technische Hilfsmittel (siehe Abbildung) miteinbezogen werden, um so das Prinzip direkt erfahrbar zu machen.

Achtsamkeit wird seit Jahrzehnten zur Behandlung psychischer Erkrankungen (Ängste, Zwänge, Depression, Traumata, Persönlichkeitsstörungen, Schlafstörungen usw.) eingesetzt, sie gilt als hilfreiches Tool zur Erforschung unerklärter emotionaler Zustände und sie kann allgemein mehr Gelassenheit, Entspannung, Genuss und Zufriedenheit in unser aller Leben bringen.


Mag. Dr. Hannes Mayerl Psychologe Graz Angst Panik Phobie

Ihr Experte.

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Soziale Angststörung Bei der Sozialen Angststörung handelt es sich um eine weit verbreitete Angsterkrankung, die in Europa eine Lebenszeitprävalenz von ca. 7% aufweist.